
Aufführungen
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
14. Nov. 2008
|
|
|
|
|
|
|
15. Nov. 2008
|
|
|
|
|
|
|
12., 13. +14. März 2009
|
|
Bild 5: Labyrinth, tanzhaus nrw, Düsseldorf
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Aktion: üben Schönheit zu sehen
Bilder, Räume und Situationen zu kreieren, in der Alltagserfahrungen in Kunstwahrnehmung kippen, bilden den Ausgangspunkt zu der fünfteiligen Tanzperformance-Serie „Üben Schönheit zu sehen“ von Ben J. Riepe.
Mit dem Konzept, über einen längeren Zeitraum eine Serie von „Bildern“ zu entwickeln, sucht der Choreograph nach neuen Formen der Kunstentwicklung und Kontexten der Präsentation. Die einzelnen Bilder werden innerhalb einer kurzen Probenzeit entwickelt und rücken das Prozessuale, Intuitive und Flüchtige des Tanzes ins Zentrum.
In Bild 1 der Serie bittet die Kompanie Ben J. Riepe zu Tisch in einem surrealen Schachbrettzimmer. Die Inszenierung mit zwei Tänzern, zwei Schauspielern und einem Komponisten entführt den Zuschauer in Räume mit abgründiger Schönheit.
In Bild 2: Der Schwarze Raum entwirft der Choreograph eine schaurige Welt, einen locus terribilis der Todessehnsucht und Melancholie. Die Inszenierung spielt mit Licht und Schatten sowie mit schwarzem Humor, welcher den drei Tänzern auf dem Irrweg zu Tod und Teufel jedoch nur scheinbare Erleichterung gewährt.
Auch diese Inszenierung folgt dem Serien-Credo „Aktion: üben Schönheit zu sehen: Eingetaucht in weißes Licht und tiefe Schatten erstrahlt die sadistischen Freude am Dämonischen in dunkler Faszination.
In Bild 3: Liebe, Sex und Eitelkeit entlarvt Ben J. Riepe das erste Konzept seines dreifaltigen Serientitels. Nach dem Todeskomplott im surrealen Schachbrettzimmer (Bild 1) und dem Treffen mit dem Teufel im Schwarzen Raum (Bild 2) zeigt das dritte Bild die Abgründe und Profanitäten der Liebe. Der Untertitel der Serie „Aktion: üben Schönheit zu sehen“ ist Programm: die Inszenierung beschwört kraftvolle Bilder, wagt sich tief in unsere großen Leidenschaften und zwinkert böse über die Liebe zwischen Eitelkeit und Sexualität.
Die Matrix der Serie, der konzentrierte Blick auf Grundfragen menschlichen Daseins in der Laborsituation hyperrealer Kunsträume, führt im 4. Bild zu einem verdichteten Szenario physischer und mentaler Ausnahmezustände: Der „Weiße Raum“ als Sinnbild zu füllender Leere, als Provokation zugespitzter An- und Ausfälle, die sich im Lachen brechen. Mit intensiver Präsenz, Tanz, Sprache und Stimme verkörpern die Akteure Elementares wie Flüchtiges, Erschreckendes wie Komisches, Melancholisches wie Explosives.
Es wird innerhalb von einem Jahr fünf Bilder geben fünf Premieren. Alle fünf Bilder sind thematisch miteinander verknüpft und verwoben. Das Tempo ist hoch, Prozess und Wirkung unmittelbar. So wird dem Zuschauer ein neues, unverbrauchtes Kunsterlebnis geboten. Über die Grenzen des Tanzes hinaus wird das Publikum in diese Schönheitsaktion mit hineingezogen und hat die Möglichkeit, den künstlerischen Prozess ein ganzes Jahr lang zu verfolgen. Liebe, Tod und Teufel ist ein stark interaktives Projekt. Die Form ist offener und lädt zum Dialog ein.
Einen völlig anderen Einblick in den künstlerischen Prozess und die Arbeit der Künstler wird durch den Kompanie-Weblog zum Projekt geboten. In dieser offenen online Palttform wird die Kompanie sich zu verschiedensten Aspekten der Produktion äußern und freut sich auf den virtuellen Kontakt zum Publikum.
Choreografie/Konzept: Ben J. Riepe; Mit: Fa-Hsuan Chen, Deborah Gassmann, Swanhild Kruckelmann, Linda Nordström, Evgeny Pankratov, Julian Stierle, Alex Alves Tolkmitt, Helge Vögler, Lukas Vögler, Justin Yep; Licht: Dimitar Evtimov; Musik: Alex Alves Tokmitt; Kostüme: Anna Kleihues.
Gefördert durch das NATIONALE PERFORMANCE NETZ aus Mitteln des Tanzplans Deutschland der Kulturstiftung des Bundes, das Kulturamt der Landeshauptstadt Düsseldorf, den Ministerpräsidenten des Landes NRW, die Kunststiftung NRW, dem steptext dance project, Bremen, das tanzhaus nrw, Productiehuis Brabant, Musiklab Brabant, die Station Zuid, Tillburg, die van Meeteren Stiftung und Artsite.
|